2.12.15 – Mehr Resilienz dank dezentraler Produktion


Heute hat swissgrid darauf hingewiesen, dass in diesem Winter allenfalls einzelne Netzüberlastungen zu befürchten sind. Der Grund dafür ist der Ausfall von Beznau und die eher angespannte Lage bei der Hydroenergie.

Das european network of transmission system operators for electricity (entsoe), welches die relevante Institution für ganz Europa ist, gibt bezüglich der Schweiz in ihrem Outlook für den Winter 2015/2016 zwar Entwarnung. Die Schweiz sollte laut dieser Prognose auch in diesem Winter nicht auf Importe in grösserem Ausmass angewiesen sein. Trotzdem muss die Warnung von swissgrid ernst genommen werden.

Die aktuelle Situation zeigt explizit, dass dezentrale und vielfältige Produktion geringere Ausfallrisiken erzeugt, als die einseitige Konzentration auf wenige Anlagen, die auf identische Energieträger abstützen. Mehr Sonnenenergie in diesem Sommer hätte es erlaubt, die Stauseen besser zu füllen, das schöne Herbstwetter hätte gute Produktion ermöglicht – auch in den weniger sonnigen Jahreszeiten - und inländische Windkraft, die ihre Energie zu zwei Drittel im Winter zur Verfügung stellt, könnte die Produktion aus Wasserkraft optimal ergänzen. Durch dezentrale Produktion und auch Zwischenspeicherung ist es möglich, weitgehend auf Importe zu verzichten und diese - falls doch nötig - durch Europäische Windkraft sicherzustellen.

Darum: wer ein stabiles und klimafreundliches Energiesystem will, setzt auf die Energiestrategie 2050 und nicht auf Importe im grossen Stil.

Relevante Links:

Winter Outlook 2015/2016 der entsoe

Mitteilung der Swissgrid